Startseite

Projekt

Das Projekt Ameisenzeit umfasst die beiden Basler Halbkantone sowie einige angrenzende solothurnische Gemeinden. In Zusammenarbeit mit den Forstleuten und den Naturschützern sollen die Waldameisen gefördert werden. Dazu gehören Massnahmen, die sicherstellen, dass Waldameisenbauten genügend Licht erhalten oder dass sie bei Forstarbeiten so gut wie möglich geschont werden. Ebenso wichtig sind Massnahmen, die auf die kleinen Waldarbeiter aufmerksam machen und über sie informieren. Um die Waldameisen wirkungsvoll zu schützen, verfolgt das 10-jährige Projekt verschiedene Ziele.

Ausbildung
Damit unsere Waldameisen besonnte Lebensräume und eine artgerechte Pflege erhalten, bieten wir Waldameisenschutzseminare für Forstleute und für interessierte Naturfreunde an. Die ersten beiden Kurse im Juni 2013 sind mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Forst –und Naturschutzkreisen auf grosses Interesse gestossen. Der diesjährige Kurs findet im Juni 2014 statt (mehr). Im Frühling und Herbst, zu Beginn und Ende einer jeweiligen Ameisensaison, wird eine Helferveranstaltung organisiert, welche die Ameisenfreunde zum Austausch und gegenseitigem Kennenlernen einlädt.

Netzwerk
Ameisenzeit baut ein Netzwerk von Personen auf, die sich im Waldameisenschutz engagieren und daran interessiert sind, über den neuesten Stand des Wissens im Ameisenschutz informiert zu sein. Wir sind überzeugt, dass Ameisenschutz nur in Zusammenarbeit mit Forstwirtschaft und Naturschutz erfolgen kann. Das Projekt Ameisenzeit will die Beziehung zwischen Forstleuten und Naturschützern unterstützen und neue Kontakte ermöglichen.

Fachliche Grundlagen
Um die Ameisen zu schützen, muss ihr Bestand bekannt sein. Wie die Situation der Waldameisen im Baselbiet heute aussieht, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. In der ersten Saison wurden im Rahmen von Ameisenzeit bereits über 500 Nester erfasst. Ziel ist, alle Neststandorte zu kennen, so dass sie bei Holzerntearbeiten von Waldarbeitern und Waldbesitzern berücksichtigt werden können. Die Standorte werden mit Forstleuten und freiwilligen Helfern erhoben. Ameisenzeit will aber auch Aussagen über die Bestandsentwicklung der Ameisen ermöglichen. Anfangs 1980 hat der kantonale Ameisenschutzbeauftragte Max Fischer in Zusammenarbeit mit vielen Helfern weite Teile des Kantons inventarisiert und über 500 Standorte von Ameisenbauten im Detail dokumentiert (rechts zum Download). Wie diese Daten genutzt werden können, wird derzeit ausgearbeitet.

Öffentlichkeitsarbeit
Ein wichtiger Teil des Projektes Ameisenzeit ist, das Verständnis für Waldameisen zu fördern. Sind die Ameisengotten und Ameisengöttis erst einmal ausgebildet und mit den Waldameisen vertraut, können sie in ihren Gemeinden Funktionen in der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen und Exkursionen und Vorträge durchführen.

  Ameisenzeit - ein Projekt der Waldeigentümer und Naturschützer